Der Solarkocher

Wer möchte nicht einmal kochen, ohne den Herd anzustellen und die ganze Zeit den Topf zu bewachen?
Man fragt sich, wie das funktionieren soll, aber es ist ganz einfach. Man muss einfach die Kraft der Sonne ausnutzen und schon bekommt man das eine oder andere heiß.
Sicher kann man mit einem Solarkocher keine Sonntagsmenüs zaubern, doch kann man sich leicht einen Tee, eine Suppe oder vielleicht etwas Milchreis kochen.

Solarkocher gibt es in vielen verschiedenen Variationen. Wir möchten hier einen Kocher vorstellen, der ganz einfach zu basteln ist. Für dieses Modell braucht man weder handwerkliches Fachwissen noch außergewöhnliches Material. Jeder Solarkocher funktioniert im Grunde auf die gleiche Weise.
Verschiedene Flächen, die mit einem gut reflektierenden Material ausgekleidet sind richten die Sonnenstrahlen auf einen Punkt. In diesem Brennpunkt (oder eine Fläche) wird es dann sehr heiß, so dass man nur noch den Topf oder einen Grillrost mit Würstchen in diesem Punkt plazieren muss. 
 

Was braucht man, um einen Solarkocher zu bauen?

5 Pappen (30 x 30 cm)
Klebeband
Kleber
Aluminiumfolie (fest und gut spiegelnd)
Topf oder leere Konservendose
schwarze Farbe
2 Holzklötze mit 45° Winkel
1 Holzklotz mit 30° Winkel
Bratschlauch
ein paar kleine Steine

Und so geht es:

Die 5 Pappen werden wie ein großes "T" mit dem Klebeband aneinander geklebt. Das Grundgerüst des Kochers ist damit auch schon fertig. Die 5 Flächen müssen nun dick mit Kleber bestrichen werden.
Ist dies erledigt, muss die Aluminiumfolie mit möglichst wenig Falten darauf geklebt werden. Hierbei ist es günstig, zu zweit oder zu dritt zu arbeiten, da es sonst lauter Knitter in der Folie geben kann. Zum Schluss noch alle Ecken und Kanten gut festkleben!
Der Kocher ist nun fast fertig. Es muss nur noch der Topf oder die Dose von außen schwarz angemalt werden (auch der Boden!), die Klötze zurechtgesägt, Steine gesucht und ein Bratschlauch besorgt werden.

Nun haben wir aber alles zusammen, um mit der Sonne zu kochen. Der Solarkocher muss wie in der Skizze zu sehen aufgestellt werden, wobei er so zur Sonne gerichtet ist, dass der Innenraum möglichst ganz mit Sonnenstrahlen ausgefüllt ist. Damit die Wände in den richtigen Winkeln abstehen und nicht so schnell verrutschen, werden die Holzklötze als Stütze dahinter gelegt.
Dann einfach etwas Wasser (oder was man sonst kochen möchte) in den Topf geben, diesen in den Bratschlauch stellen, gut verschnüren und mitten in dem Kocher plazieren.
Es kann eine Weile dauern, bis das Essen fertig ist, aber dafür haben wir mit der Sonne gekocht!
Ab und zu nachschauen, ob der Kocher noch richtig der Sonne zugewandt steht und eventuell neu ausrichten.

Wer aufgepasst hat, wird merken, dass es bislang noch keine Verwendung für die kleinen Steine gibt. Die Steinchen sind dazu da, dass man sie unter den Topf legen kann. Dadurch steht der Topf nicht direkt auf dem Boden. Erstens kühlt er dann nicht so schnell aus und zweitens können dann noch Sonnenstrahlen, die unter dem Kocher reflektiert werden, von unten auf den Topf treffen.

Ein anderes Modell des Solarkochers sieht so aus:

Hier reflektieren noch mehr Seiten die Sonnenstrahlen auf einen Punkt. Es ist schon fast ein Parabolkocher. Der Brennpunkt bei diesem alten ausgekleideten Regenschirm liegt genau dort, wo die aufspannenden Stangen zusammentreffen.

Viel Spaß beim Kochen mit der Sonne!

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Der Kräutertrockner

Für den Kräutertrockner haben wir leider keine genaue Anleitung, nur ein Bild. Dass wir keine Anleitung besitzen, hat uns aber nicht abgeschreckt. Nun war Kreativität gefragt. Aus einem alten Regal-Gerüst wurde ein Schrank gezaubert. Hierbei erhielten wir materielle Unterstützung vom toom-Baumarkt, der fast das gesamte Holz gespendet hat!

Eine kurze Beschreibung, wie der Kräutertrockner funktioniert:
Die Trocknung in dem "Schrank" oder Kasten erfolgt durch einen Strom warmer Luft. Dieser zieht einmal von unten nach oben durch den ganzen Trockner hindurch.
Die Luft wird durch eine Art Sonnenkollektor erwärmt, der unten an den Trockner anschließt. Der "Schrank" muss also unten an einer Seite einen Schlitz haben, in dem der Kollektor enden kann.
Der Kollektor muss ebenfalls so beschaffen sein, dass Luft nachströmen kann.

Damit die warme Luft, die durch den Trockner zieht, auch wieder herauskann, muss das Dach zu öffnen sein. Hierbei ist jedoch zu beachten, dass es variabel feststellbar ist (je nachdem wie kräftig die Sonne ist) und auch verhindert, dass kein Regen in den Kasten kommt.

Mit dem Kollektor, den entsprechenden Schlitzen und dem zu öffnenden Dach ist gegeben, dass ein warmer, trocknender Luftzug durch den Trockner ziehen kann.

Wer sich einen solaren Kräutertrockner bauen will, muss sich im voraus überlegen, welche Maße der Kasten / Schrank haben soll. Und natürlich, wie er das ganze zusammen schrauben und nageln will. Wer ein paar handwerkliche Erfahrungen besitzt, ist hierbei sicherlich im Vorteil.

Viel mehr können wir nun auch nicht mehr an "Bauanleitung" liefern. Nur noch ein paar kleine Tips und was man beachten muss:

  • Der Trockner sollte möglichst wenig Ritzen haben, durch die ungewollte kalte Luft eindringen kann - also gut abdichten!
  • Eine wärmedämmende Schicht an der Innenwand des Kastens kann bestimmt nicht schaden! (z.B. Styropor)
  • Das Dach muss sehr regenbeständig sein - am besten Dachpappe drauf!
  • Den Trockner auf Ziegelsteine stellen, damit die Erde ihn nicht auskühlt und damit der Kollektor die notwendige Neigung erhält!
  • Alle Schlitze mit feinem Maschendraht abspannen. - Was wir gerne essen, lieben auch andere Tiere!
  • Auf das unterste "Fach" kommen Steine. - Sie speichern die Wärme!

  • Wenn man mag, kann man auch eine Hängevorrichtung anbringen, um Blumen (z.B. Lavendel), Sträuße und auch bestimmte Kräuter zu trocknen!

    Nun viel Spaß beim bauen, basteln, werkeln, ausprobieren - und natürlich beim trocknen mit der Sonne!!

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